Alleinsein, Einsamkeit und Verbundenheit

Alleinsein und Einsamkeit sind für mich zwei unterschiedliche Dinge. Man kann von Menschen umgeben sein und sich trotzdem einsam fühlen. Und man kann allein sein und sich gleichzeitig tief mit sich selbst, anderen Menschen und dem Leben verbunden fühlen.

Manche Menschen haben Angst vor dem Alleinsein. Stille kann ungewohnt sein. Wenn die Ablenkung des Alltags verschwindet, werden Gedanken und Gefühle manchmal deutlicher. Besonders nach einer Trennung, nach dem Verlust eines Menschen, wenn Kinder das Haus verlassen oder in anderen Phasen des Umbruchs kann das Alleinsein plötzlich eine ganz neue Bedeutung bekommen.

Mit sich selbst sein können

Alleinsein kann auch bedeuten, sich selbst wieder zu begegnen. Was geschieht, wenn niemand etwas von mir erwartet? Was brauche ich? Was macht mir Freude? Wie fühlt sich mein eigenes Leben an, wenn ich mich nicht ausschließlich über andere Menschen definiere?

Für mich kann daraus eine besondere Form der Verbundenheit entstehen. Das Herz kennt manchmal Wege, die der Verstand noch nicht sehen kann. Sich wieder für Verbindung, Zuneigung und Liebe zu öffnen, kann deshalb auch bedeuten, zunächst die Beziehung zu sich selbst neu zu entdecken.

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